Nicht der Süden


Inhalt

30 Sonnenfinsternis

Tagebuch Kirsten:

Volker hat sich die Nacht über schön auf dem Schiff herumgetrieben und auch Alkohol war wohl dabei. Morgens ist er überhaupt nicht zu wecken. Ich spiele ihm alle meine Handyklingeltöne vor. Halte ihm das Handy direkt ins Gesicht. Da zuckt er nicht mal. Ich lach mich schlapp. Als ich Jessi zu dem lustigen Spaß dazu hole, kommt die auf die Idee Volker Stinkerkäse unter die Nase zu halten. Davon wird er wach, sagt irgendwas wie: “Das ist nicht gut” und schläft wieder ein. Irgendwann steht er dann doch auf, aber den Tag über hat er Sonnenfinsternis im Kopf.
Die richtige Sonnenfinsternis ist irre. Durch die Sonnenfinsternisbrille kann man sehen, dass der Mond die Sonne komplett verdeckt und trotzdem ist es noch so hell. So stark ist die Sonne, dass jedes bisschen Licht noch so hell ist. Was ich deutlich merke ist, dass es kalt wird.

Tagebuch Volker:

Na gut, war doch ganz nett. Leider nur eine partielle Finsternis, weil wir wegen Zeitverzug und ungünstiger Eisverhältnisse nicht bis zum 82. Breitengrad und in das Gebiet der totalen Finsternis gekommen sind. Aber hübsch war`s trotzdem, auch wenn ich fast eingeschlafen bin. Und Rentiere haben wir gesehen, die sich zum Schlafen hingelegt haben, als es zu dämmern anfing. Die Dummen! Die Glücklichen!
Gut, dass wir Torsten dabei hatten, den Eklipsoholiker, der uns alles darüber erzählen konnte. Wer hätte gedacht, dass es sich beim Mond im Prinzip um nichts anderes handelt, als um eine auf eine Gabel gespießte Zitrone?