Nicht der Süden


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26 Spitzbergen (Bedienungsanleitung)

Tagebuch Kirsten:

In ganz Spitzbergen gibt es nur einen Berg mit Gipfelbuch, sagt Rolf. Und in dem stehe ich jetzt drin. Torsten, Alex, Florian, ich und Rolf mit Gewehr erklimmen den Geröllhang. Der restliche Trupp hängt in Longyearben in einer Hotelbar herum mit ausgestopften Eisbären, die noch bevor man betrunken ist, aus den Wänden kucken. Volker kann wegen der Krücken nicht mit.
Oben auf dem Gipfel beginnt eine Fotografierschlacht: Florian fotografiert Alex, Rolf durch Florians Beine ebenfalls Alex, Torsten Florian und Rolf und Alex und ich Alex, Florian, Rolf und Torsten. Alex fotografiert zurück.

Von einem Haufen Steine inspiriert beginne ich auch einen Haufen Steine aufzubauen, bis Rolf mir das verbietet. In Spitzberge darf man eigentlich gar nichts. Jeder Ort, den man aufsucht, soll danach genauso wie davor aussehen. Das liegt daran, dass Spitzbergens Geschichte so jung ist, dass darum fast alles historisch ist. So ähnlich mit der Natur: da hier Schmalhans Gärtnermeister ist, muß hier alles irre dolle respektiert werden (sollte eigentlich überall so sein). Moos braucht Jahrzehnte um sich von einem Fußabdruck zu erholen. Keine Steine mitnehmen, keine Blumen pflücken, keine Eisbären rumdrehen. Wenn der Mann mit dem Gewehr das sagt, da sag ich nichts dagegen.