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Reisetag
09 Torshavn
Tagebuch Volker:
Aus dem Nebel taucht eine seltsame Stadt und gespenstische Stadt auf. Ein Hafen an steuerbord, kleine Häuser mit grasgedeckten Dächern an backbord. Dann eine Horde Touristen zwischen den kleinen Häusern ... ich muss an „The Fog – Nebel des Grauens“ denken ...
Das also sind sie, die sagenumwobenen Färöer Inseln. Obwohl ich keine Ahnung habe, welche Sagen sie umweben, aber ich bin sicher da gibt es einige, ein ganzes Netz von Fablen, das die Inseln einhüllt wie der Morgennebel.
Kurz nach dem Einlaufen klart es auf, die Sonne kommt heraus und wir verwandeln uns selbst in eine Horde Touristen.
Tagebuch Kirsten:
Wir laufen ganz früh morgens im Hafen von Torshavn ein. Es ist neblig und geheimnisvoll. Irgendwann tauchen putzige Häuschen auf. Weinrot im Nebel, Moosdach im Nebel, geweißelte Wände im Nebel. In den Hütchen wohnen bestimmt die Fischer mit zerlederten Schuhe, fischigen Schürzen, gefilzten Hüten mit ovalen Walknochenknöpfen und Weibern die wissen einen Brotlaib vor der Brust zu schneiden. Die Kinder lernen wie man aus Fischblasen Handschuhe fertigt und dabei ein altes Lied singt über die Bucht in der das Blut bis zu den Knien steht. Der Refrain ist: heute ist Waltag, schumidudadudaheyhey, Waltag. So stell ich mir das vor.
Ragnar sagt, dass die Häuser das Parlament sind. Ich kann nachfragen so oft ich will, es bleibt dabei die Häuschen sind das Parlament. Echt?
























